Zu den Sympathie-Klicks auf Facebook

Hab ich mich schon demokratisch betätigt, wenn ich ein bei Facebook einer Unterstützergruppe beigetreten bin?

Nicht wirklich, denn mehr als eine öffentliche Sympathiebekundung ist ein getätigter «Fan»-Klick in einem Sozialen Netzwerk noch nicht. Das schreibt auch Samuel Salzborn vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Giessen in einem Text für die «taz»:

Die unzähligen Möglichkeiten, im Internet seine Zustimmung zu politischen Konzepten durch einen Mausklick zu artikulieren, erhöhen nicht das Maß an politischer Partizipation, sondern verstärken im Gegenteil Frustrationen und die Apathie der BürgerInnen gegenüber ihren demokratischen Institutionen. (…)

Es ist eine Form von Scheinpartizipation, die genau das Bild «Die da oben machen ja eh, was sie wollen» weiter bestätigt, weil es Frustrationserfahrungen produzieren muss – eben weil politisches Handeln suggeriert wird, letztlich der «Erfolg» aber nur darin besteht, sich innerhalb eines überschaubaren Bekanntenkreises darüber zu vergewissern, mit wem man Ansichten teilt und mit wem nicht.

«Klicken als Ersatzhandlung»
(taz.de, Samuel Salzborn)

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