Die Elite unter sich

Müsste nicht auch der renommierte Recherche-Journalist Bob Woodward verhaftet werden, wenn die ganze Welt meint, es sei richtig, den Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Geheimnisverrat zu jagen, fragt Stephen M. Walt in seinem Blog auf foreignpolicy.com.

Dazu schreibt einen lesenswerten Absatz über die Elite, den ich mal versucht habe, zu übersetzen (Fehler und Verbesserungsvorschläge bitte in den Kommentaren rückmelden, danke).

EliteEliten mögen es, Verantwortung zu tragen, aber «dem Volk», in dessen Namen sie regieren, vertrauen sie nicht, auch wenn es Letzteres ist, das ihre Löhne zahlt und ihre Kriege kämpft. Eliten mögen die Bedeutung von Macht und Rang, die das «Innendrin»-sein mit sich bringt: Es ist ein erregender Gedanke, Dinge zu wissen, die andere nicht wissen, und es kann so verflixt lästig sein, wenn die Öffentlichkeit Wind davon kriegt, was die derzeit «Besten und Hellsten» tatsächlich tun. Die Idee, dass die herrschenden Eliten vielmehr «öffentliche Diener» sein sollten, die im Interesse aller handeln, nimmt keinen wesentlichen Raum in ihrem Weltbild ein, ausser dass einige von ihnen alle paar Jahre wiedergewählt werden müssen und nicht jeder Sitz sicher ist.

Elites like the idea of being in charge, and they don’t really trust «the people» in whose name they govern, even though it is the latter that pays their salaries, and fights their wars. Elites like the sense of power and status that being «on the inside» conveys: it’s a turn-on to know things that other people don›t, and it can be so darn inconvenient when the public gets wind of what the current «best and brightest» are actually doing. The idea that ruling elites are in fact «public servants» who serve at our behest is not a big part of their mental make-up, except that some of them do have to get re-elected every few years, and not every seat is safe.

«Should Bob Woodward be arrested?»
(walt.foreignpolicy.com, Stephen M. Walt, englisch)

Bild: Flickr/drljohnson, CC BY-Lizenz

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