Auf die Annahme der Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» folgten viele Diskussionen. Besonders unter Beschuss kam dabei Aaron Koenig, Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei, der einen Blogeintrag veröffentlichte, auf den über 230 Kommentare folgten.
Geblieben ist auch bei Carsten Neumann, der Koenig am Rande der re:publica befragte, dass er ein Befürworter des Minarettverbots war. Dem widerspricht Koenig:
«Das ist nicht korrekt, ich halte das Minarettverbot für unsinnig und falsch. Ich habe nur Respekt für die demokratische Entscheidung der Schweizer eingefordert, denn ich finde das direkte Demokratiemodell der Schweiz vorbildlich. Man kann aus dem Ergebnis des Volksentscheides auch nicht folgern, dass die Mehrheit der Schweizer ausländerfeindlich sei, wie dies einige Mainstreammedien behauptet haben. Ich sehe es als Ausdruck eines durchaus begründeten Unbehagens gegenüber einer Religion, auf deren Nährboden totalitäre politische Ideologien leider gut gedeihen. Man sollte aber deswegen nicht pauschal alle Anhänger dieser Religion verurteilen, sondern genau hinschauen und gut differenzieren: wer seine Religion als Privatsache sieht, ansonsten aber mit unseren Gesetzen und Grundwerten übereinstimmt, ist willkommen. Aber religiöse Fanatiker, die meinen, ihre Lehre stehe höher als die von Menschen gemachten Gesetze, passen nicht in die humanistische, aufgeklärte Gesellschaft, die ich mir für Europa wünsche.»
«Interview mit Aaron Koenig»
(cne.fr33bas3.net, Carsten Neumann)




Ein Kommentar
Nachtrag per Kommentar: Aaron Koenig hat das Piratenschiff bereits wieder verlassen …
http://aaron-koenig.blogspot.c.....raten.html